Sommerliche Gedanken

Eines Tages schwebte ein Schmetterling von unvergleichlicher Schönheit über eine Blume. Eine erbarmungswürdige Raupe kroch über die Erde am Fuße dieser Blume. Angeekelt rief der Schmetterling: „Warum gehst Du Schmutzige auf meinem Weg? Pfui! Sieh, wie schön ich bin. Ich schwebe zum Himmel auf, Du kennst nur die Erde.“ Da sprach die Raupe: „All Dein Farbenschmelz gibt Dir kein Recht, mich zu beleidigen. Gott hat uns denselben Ursprung gegeben. Wenn Du mich beschimpfst, beschimpfst Du Deine Mutter. Die Raupe stammt vom Schmetterling, der Schmetterling von der Raupe.“ (Afrikanisches Märchen).

Trotzdem, ekelig diese Raupen-und noch schlimmer, wenn sie einen beim sonntäglichen Kaffeetrinken im Garten belästigen.

Unter uns Menschen sind zum Glück solche sichtbaren Entwicklungssprünge nicht Teil unseres Lebens. Aber, die Einteilung zwischen schön und erbarmungswürdig, oder gar ekelig begleiten schon unsere täglichen Empfindungen, in Bezug auf unser Umfeld und die Umwelt insgesamt. Obwohl Gott uns Menschen ja einen scharfen Verstand gegeben hat, der hilft, “hinter die Kulissen“ zu schauen, stehen unsere Empfindungen in der Regel im Vordergrund. Wehe dem , der es sich mit uns verscherzt hat- Ein Glück, dass wir nicht für alles verantwortlich sind.

Unter dem Gesichtspunkt: An Gottes Segen ist alles gelegen, ist in Psalm 127 in der Bibel nachzulesen , welche große Erfahrungen mit Gottes Segen der Psalmbeter uns ans Herz legen will.

Und da gibt es die ganz kleinen Erfahrungen im täglichen Leben,
wie H. L. Gee erzählt:

„An einem der letzten Abende hatte ich wirklich Glück. Ich meine nicht, dass ich Geld gewonnen hätte oder sowas. Ich traf nur Wilkens. Er machte einen Spaziergang, und ich machte einen Spaziergang Und da trafen wir uns, und wir standen und unterhielten uns, und die Abendsonne schien noch warm, und ein Vogel sang über uns. Wir redeten über dies und das, lachten ein bisschen zusammen, bedauerten einen gemeinsamen Freund, der krank ist  – dann ging jeder nach Hause. Das war alles. Aber es tat wirklich gut, Wilkens zu treffen und miteinander zu reden. Es klingt nicht nach – viel , oder? Aber ich genoss es…“.

Ich wünsche Ihnen einen entspannten Sommer

 Rosel Schimkat